Workshop Goldene Schnitten 21.4.2026

Wir haben das Rezept für Goldene Schnitten nachgekocht und einem fürstlichen Festessen würdig präsentiert.
Unsere Indoor Küche ist zwar mit elektrischen Herdplatten ausgestattet, aber die Aufbereitung haben wir handwerklich sauber mit Muskelkraft im Mörser gemacht.
Zuerst haben wir eines der vielen Rezepte gewählt:

Wiltu machen gulden snydden
So nym eyer doderen saffran vnd
salcze vnd cloppe isz vnd szuch
die snyden da dorch vnd backe
sij vnd du szucker dar uff vnd
gyp salce darbij
Quelle: Berlin, Staatsbibliothek, Preußischer Kulturbesitz, Handschriftenabteilung, Ms. germ. Fol. 244, fol 291r   

Vorbereitung

Zutaten, Rezept und Anleitungsvorschlag und „Küche“ (Es kamen keine Goblins zu Schaden, falls Fragen zu den grünen Flecken auftauchen).
Den Zuckerhut haben wir zu Staubzucker zerstampft, Safran in Milch und Ei verquirlt und Weizenbrot in Rechtecke geschnitten. Nach kurzem Brainstorming haben wir beschlossen eine essbare Burg zu bauen. Also kamen Zinnen, Türöffnungen und Fenster eingeschnitzt dazu.

Vergolden

Die Burgteile haben wir nacheinander in der Safran-Mischung getränkt und in Butterschmalz frittiert. Zum abkühlen versuchten wir sie flach zu legen. Nach dem frittieren sind die schön aufgegangen, aber leider gleich wieder zusammengefallen. Zum Glück haben wir einen Zuckerbäcker im Verein, er hilft uns sicher ein stabileres Backwerk zu produzieren wenn wir mal vor Puplikum unsere Künste zeigen.

Präsentation

Es war schwieriger als erwartet die Mauern zusammenzusetzen. Mit Zahnstochern haben wir verbunden, was durchs Frittieren verzogen war. Die dunklen Stellen haben eher den Eindrucke einer Burg nach der Belagerung gemacht. Mit dem Staubzucker konnten wir dem Bild einen winterlichen Touch geben. Bei den Wänden müssen wir aber zukünftig genauer auf die Zeit im Fett achten. Geschmacklich war das süße, fettige Safrangebäck hervorragend. 🙂

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